am 10.10.2015
Gemeinde / Wien
Frage von Hans Müller
Täglich pendeln rund 200.000 Personen mit dem Auto nach Wien. Indem man die öffentliche Verkehrsanbindung zwischen Wien und dem Wiener Umland verbessert als auch die Parkmöglichkeiten bei den Bahnhöfen attraktiver gestaltet könnte man den Verkehr dort abzufangen wo er entsteht. Welche Konzepte werden bereits umgesetzt bzw. sind geplant?
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Keine offiziellen Parteistellungsnahmen vorhanden

NEOS – Das Neue Österreich und Liberales Forum am 10.10.2015
Nur eine integrierte Stadt-, Raum- und Mobilitätsplanung, die über die Grenzen der Stadt hinausblickt und das Umland miteinbezieht, kann unsere Zukunft sichern. Besonders in den Randbezirken braucht es einen gelungenen Mix an Verkehrsmitteln, der auch für Pendler_innen funktioniert. Es fehlt eine flächendeckende, einheitliche und günstige Regelung fürs Parken. Carsharing und E-Mobilität können sich nur durchsetzen, wenn es auch ein Angebot in den Außenbezirken gibt. Statt Radwegen, die an der Bezirksgrenze enden, wollen wir Rad-Highways durch die ganze Stadt, statt teuren Innenstadt-U Bahnen brauchen wir Highspeed-Straßenbahnen in die Außenbezirke. Die Verkehrspolitik der Stadt Wien bevorzugt die U-Bahn obwohl deren Ausbau die stärkste finanzielle Belastung für die Steuerzahler_innen darstellt. Wir treten dafür ein, dass das sinnvollste Verkehrsmittel ausgebaut wird, nicht das mit dem größten Bauvolumen. Wir treten für eine Erhöhung der S-Bahn-Intervalle in das Wiener Umland ein. Der Vorteil davon ist, dass es keines Ausbaus der Infrastruktur bedarf. Eine höhere S-Bahn-Frequenz müsste lediglich von der Stadt bestellt werden und könnte sofort passieren. Weiters treten wir für einen Ausbau von P+R Anlagen, möglichst nahe an den Wohnorten der Pendler_innen ein. Pendler_innen müssen schon vor der Stadtgrenze abgefangen werden können, auch um die Verkehrslast in der Stadt zu reduzieren. Dazu bedarf es einer Raumplanung für die Metropolregion und stärkere Kooperation zwischen Wien und Niederösterreich.
Andreas Höferl am 11.10.2015
Daie Ausweitung des Parkpickerls hat wesentlich dazu beigetragen, dass mehr menschen öffentlich unterwegs sind (ca. 930 Mio. Fahrten jährlich) als noch vor wenigen Jahren. Auch die Zahl der JahreskartennutzerInnen hat deutlich zugemommen. Mit 365 Euro ist die Jahreskarte so günstig wie in kaum einer anderen Großstadt Europas. Der Ausbau der U-Bahn hat sich als sehr sinnvoll erwiesen, die Zufriedenheit damit ist sehr hoch. auch finanziell ist de U-Bahn-Bau für die Stadt esser, weil der Bund 50 % mitfinanziert, während Wien gewünschte Intervallverdichtungen oder Wagenmaterialverbesserungen bei der S-Bahn voll zahlen muss! Und schließlich muss auch die Verantwortung des Landes NÖ eingefordert werden: anstatt vieler Kreisverkehre hätte das Land auch so manche P&R-Anlage entlang der Bahnstrecken bauen sollen. Mit freundlichen Grüßen und Wünschen für einen scönen Sonntag"! Dr. Andreas Höferl
Daniela Musiol am 27.11.2015
Sehr geehrter Herr Müller! Die Grünen treten für einen Ausbau und eine Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs in Wien und über die Grenzen hinweg ein, siehe zb: https://ruedigermaresch.wordpress.com/2015/10/01/das-oeffi-ausbauprogramm-der-wiener-gruenen/ Ein weiterer Ausbau von P&R-Parkplätzen bei Schnellbahnstationen im Wiener Umland (möglichst nahe am Ausgangsort der PendlerInnen) ist geplant, sowie eine laufende Zunahme dieser Parkplätze. Die günstige Jahreskarte für Öffis in Wien um 365,- gibt es bereits, hier ist eine Ausweitung auf die erste VOR-Außenzone geplant, um einen starken Anreiz zu schaffen, dass die PendlerInnen nicht mit dem eigenen Auto nach Wien hereinfahren. Prinzipiell sollte die Verkehrs- und Raumplanung zwischen Wien und NÖ verbessert werden. Viele weitere konkrete Maßnahmen sind im Fachkonzept Mobilität der Stadt Wien zu finden, siehe dazu: https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/strategien/step/step2025/fachkonzepte/mobilitaet/ mit besten Grüßen, Daniela Musiol