am 23.03.2015
Österreich
Frage von Mitbestimmen im Parlament
Die steigenden Arbeitslosenzahlen und die schwierige Arbeitsmarktsituation belastet Senior_innen in besonderem Maße. Auch gut ausgebildeten Senior_innen mit langjähriger Berufserfahrung fällt es schwer Arbeit zu finden. Oft werden sie mit den Argumenten der mangelnden Flexibilität, langen Einarbeitungszeit und baldiger Pensionierung trotz passender Qualifikation abgelehnt. Eine Zunahme von besorgniserregenden Lebensumständen unter Senior_innen ist die Folge. Warum wird nichts gegen Altersdiskriminierung am Arbeitsmarkt und die Zunehmende Altersarmut unternommen?
Teilen via

Keine offiziellen Parteistellungsnahmen vorhanden

Herr K. am 10.04.2015
Die Frage spricht eine Situation an, die jeden treffen könnte. Gute Ideen dazu wären wirklich dringend notwendig. Derzeit wird ja nur Geld hinein gebuttert (also den Firmen Geld "geschenkt", wenn ältere Mitarbeiter beschäftigt werden). Das kann es ja nicht sein. Damit ändert man ja nicht die Grundeinstellung von Firmen hin zu nach der geeignetsten Arbeitskraft zu suchen und die Erfahrung und das Können entsprechend zu honorieren, sondern animiert bislang die Firmen lediglich, das "Förderungssystem" maximal auszunutzen.
Robert Blazek am 16.04.2015
Ich denke die Frage ist doch nicht, wie kann man die notwendige Arbeit einem Teil der arbeitsfähigen Bevölkerung besser öffnen. Denn bei einem realen Arbeitslosen-Anteil von etwa 20% (wenn man ehrlich rechnet und nicht alle Zwangspensionierten und Zwangsgeschulten und "zwangs-im Krankenstand seienden" herausrechnet), muss man doch einsehen, dass einfach zu wenig Arbeit da ist, um Allen Arbeit zu geben. Gebt sie mehr den Alten, gebt sie mehr den Jungen, gebt sie mehr den Familienvätern .... Was ist da richtig? Dem einem geben, dem anderen nehmen. Die frage muss sein, warum arbeiten wir noch immer 40 Stunden und mehr (Überstunden)? Wieso wird die vorhandene Arbeit nicht besser verteilt? Und ein Vorschlag, der die Altersarmut ebenfalls anspricht ist das bedingungslose Grundeinkommen, das als Unterstützung der "Arbeitsscheuen" angesehen wird.
Herr K. am 29.04.2015
Das wäre ja schon einer gute Idee, darüber nachzudenken, wie bestehende Arbeit besser verteilt wird, was aber darüber hinaus geht, Geldanreize mit der Gießkanne auszuschütten. Das müsste doch strukturell besser lösbar sein, damit nicht ständig ungelernte und junge Personen mit geringem Gehalt, leich kündbar aus in Leiharbeitschaft als "billigste" Variante für eine Firma zur Wahl bleiben ... da müssen endlich andere Faktoren auch signifikant mit hereinspielen. Vor allem muss der Anreiz auch bei Klein- und Mittelbetrieben gegeben sein und nicht nur für große Firmen.