am 17.03.2015
Österreich
Frage von Mitbestimmen im Parlament
Das Schulorganisationsgesetz (SchOG) definiert den Aufklärungsunterricht zwar als Unterrichtsgegenstand, spricht aber ausdrücklich von "Sexualerziehung" als einer „primäre[n] Aufgabe der Eltern/Erziehungsberechtigten", die auch in der Schule nur „in steter Zusammenarbeit mit dem Elternhaus diese Bildungs- und Erziehungsarbeit durch Vermittlung entsprechender Wissensinhalte und Verhaltensweisen umfassend […] ergänz[t]“ werden soll. Dies birgt das Risiko stark unterschiedlicher Kenntnisse über die menschliche Sexualität und Möglichkeiten der Krankheits- und Empfängnisverhütung. Eine bundsweit einheitliche Organisation des Aufklärungsunterrichtes könnte dem entgegenwirken.
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Keine offiziellen Parteistellungsnahmen vorhanden

Herr K. am 10.04.2015
Es krankt ja schon in der Hinsicht, dass Eltern nicht systematisch von der Schulseite eingebunden sind (vielleicht machen das ja manche Schulen von sich aus). Die Definition im SchOG lässt soviel Freiräume, dass das "aneinander vorbei erzogen" wird ... in allen möglichen Varianten (freilich auch das Eltern völlig unbeteiligt sind und bleiben wollen) ;) Ist das geregelt, wie diese "umfassende Ergänzung" aussehen soll? Wenn nicht, dann ist das Gesetz wohl nicht mal das Papier wert, auf dem vielleicht gedruckt steht.