am 07.11.2014
Gemeinde / Tulln an der Donau
Frage von christians
Vor ca. einem halben Jahr wurde ein „Kreisverkehr“ an der besagten Kreuzung errichtet und der Bereich beim Fußgängerübergang über die Frauenhofner-Straße gut ausgeleuchtet – so weit so gut. 2 Punkte muss ich leider jedoch kritisieren: Punkt 1: der „Kreisverkehr“ wird von den meisten Autofahrern nicht wahrgenommen und mit beachtlicher Geschwindigkeit überfahren. Als Fußgänger / Radfahrer fühlt man sich am Zebrastreifen nicht sicher – kann man hier keine Geschwindigkeitsbegrenzung machen? Auch als Autofahrer ist es oft gefährlich die Kreuzung zu passieren – viele Autofahrer haben gar nicht „die Zeit“ um zu schauen, ob jemand in die Kreuzung einfährt. Punkt 2: ein Zebrastreifen für die Überquerung der Johann-Strauß-Straße bzw. Egon-Schiele-Gasse wäre noch toll! vielen Dank!
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Keine offiziellen Parteistellungsnahmen vorhanden

Peter Eisenschenk am 10.11.2014
Die Wirkung von Geschwindigkeitsbegrenzungen sind begrenzt ;-) Kreisverkehre bremsen bisweilen stärker ein, da die Autofahrer durch den Kurvenverlauf zu geringeren Geschwindigkeiten gezwungen werden. Der beschriebene Mini-Kreisverkehr wurde von ca. 2 Jahren errichtet. Aufgrund der Platzsituation war keine Mittelinsel möglich, da die Busse und LKWs andernfalls nicht abbiegen könnten. Tatsache ist aber, dass sich die überhöhten Geschwindigkeiten der Autofahrer wesentlich verringert haben. Dadurch werden auch die Reaktionszeiten länger und Unfälle können weitestgehend vermieden werden. Bei dieser Kreuzung wird demnächst zusätzlich von einem Verkehrssachverständigen geprüft, ob Stopp-Tafeln bei den Kreisverkehr-Einfahrten die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer noch weiter zu optimieren würden – diese sind aber üblicherweise nicht vorgesehen, da der Verkehr flüssig bleiben soll. Zum zweiten Punkt: Von der Schaffung von Fußgänger-Übergängen mit geringer Frequenz wird aus Sicherheitsgründen von den entscheidenden Verkehrssachverständigen (der Bezirkshauptmannschaft) sogar abgelehnt. Das liegt daran, dass die wenig genutzten Schutzwege nach einer gewissen Zeit von den Autofahrern ignoriert werden. Hier ist es also wesentlich sicherer, eine ausreichend große Verkehrslücke abzuwarten und danach sicher die Fahrbahn zu überqueren.
Marion am 12.11.2014
Meine Eltern wohnen bei diesem Kreisverkehr und seitdem dieser ist, sind die Unfälle sehr stark zurückgegangen. An der Fahrweise vieler Autofahrer kann leider nur der Fahrer etwas ändern aber auch ein zusätzlicher Fußgänger-Überweg würde nur die Einsätze des Roten Kreuzes erhöhen. Und wenn Sie beobachten, gehen die Fußgänger und fahren die Radfahrer ohne zu schauen über den Überweg und der Autofahrer hat oft gar keine Möglichkeit zu reagieren (betrifft aber nicht nur diesen Kreisverkehr).