am 24.04.2014
Österreich
Frage von horst reder
warum werden fehlbehandlungen in der medizin zugedeckt? warum gibt es hier keinen ausreichenden versicherungsschutz, damit sich keiner fürchten muß, die wahrheit zu sagen. anstatt habe sie patientenanwälte und zur show noch eine sehr neue einrichtung, den ombudsmann geschaffen, für wen? ist das eine gewissenserleichterung? es werden bei uns immer noch menschen mit absicht oder unabsichtlich um ihr leben gebracht. wie lange kann man das noch vertuschen? liebe grüße, h.reder
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Keine offiziellen Parteistellungsnahmen vorhanden

heimat am 25.04.2014
Warum sollte ein Arzt keine Versicherung haben, passieren kann immer etwas.
J.E.E.K. am 28.04.2014
In der Tat erwecken die Fälle, die es in die Medien schaffen, für mich stets so, als wären sie "Aufdeckungswächtern" entkommen. Nicht selten bleibt es dann nicht an der Thematik selbst, sondern Verantwortliche versuchen lediglich die Verantwortung abzuwälzen, zu verharmlosen und sonstige Maßnahmen des PR-Ein-mal-eins. Fehler gehören auch in einem sensiblen Bereich wie der Medizin oder im Verkehrswesen, wo eben Menschenleben dran hängen, einfach dazu. Also wolle man den "Faktor-Mensch" in solchen Bereichen als nicht existierend erklären. Richtig, passieren kann immer etwas, daher muss der Umgang mit Fehlern systematisch angegangen werden. Da ist Patientenanwalt und Ombudsmann ein Tropfen auf den heißen Stein ...
Tigerbike am 06.05.2014
Das Problem ist, daß uns die Mediziner einreden wollen, Medizin wäre eine exakte Wissenschaft. Das ist aber auf Grund der Unterschiede der Menschen zueinander schon mal nicht möglich. Es ist in Österreich leider nicht möglich, einerseits jemandem zu sagen: "OK, das ist ihr persönliches Schicksal", andererseits auch:"UUPS, ich habe einen Fehler gemacht". Beides passiert täglich in der Medizin, aber: das Erste wollen die Patienten nicht hören, weil schuld für ihr Leben sind immer die anderen, Eigenverantwortung gibts bei uns so gut wie nicht mehr, das Zweite traut sich kein Arzt zu sagen, weil das könnte ihm sofort zumindestens seine Kariere, wenn nicht seinen Beruf kosten. Das wäre so, wie wenn ein LKW-Fahrer, der ( ohne schwere Fahrlässigkeit ) einen Unfall verursacht, sofort seinen Führerschein verlieren würde. Wir haben eben in diesem Land keine Fehlerkultur.