am 24.04.2014
Österreich
Frage von Ralf Polster
Ich finde es schade, dass gerade jungen Leuten Politik-Desinteresse vorgeworfen wird. Vielleicht sind die Bürger einfach nur mit dem Angebot unzufrieden? Warum gibt es also keine Möglichkeit seinen Protest eine Stimme zu verschaffen? Somit gäbe es weniger Protestwähler und man kann nach außen ein Zeichen setzen? Vielleicht sollte man die Weiß-Wähler mitzählen und dies könnte sich ja dann zum Beispiel auf die Parteifinanzierung auswirken, die sich ja die Politiker immer wieder erhöhen. Hier ein interessanter Artikel: http://orf.at/stories/2218052/
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Keine offiziellen Parteistellungsnahmen vorhanden

Ignaz J. Reilly am 24.04.2014
Ich vermute, dass man sich in Österreich auf Regierungsebene davor fürchtet, dass die Bevölkerung von dieser Option gezielt Gebrauch macht. Das ist ein Kompliment für die Obrigkeit, weil sie damit der Bevölkerung politische Kompetenz zuspricht - was ja gar nicht so selbstverständlich ist, in Österreich: Da kam es ja schon vor, dass Politiker ein für sie ungünstiges Wahlergebnis als "Irrtum" der Wählenden disqualifiziert haben...
ich 123 am 24.04.2014
Diese Frage habe ich auch schon (etwas anders formuliert) in http://www.demokrativ.at/main/topic_view/7 gestellt.
heimat am 25.04.2014
Dann würden sich manche Politiker sich mehr anstrengen müssen, wenn die Unzufriedenheit der Bürger steigt. Es wird doch immer alles schöngefärbt nach alter Manier in der Politik. Der angschmierte ist doch immer der Bürger.
Tigerbike am 06.05.2014
Wird in Frankreich dann auch das in die Mehrheitsverhältnisse eingerechnet? z.B. Es gibt 100% Wähler, davon sind 90% zur Wahl gegangen, also sind diese 90% die Basis für alle weiteren Berechnungen, begonnen bei Mehrheitsverhältnissen, Parteienfinanzierung, Politikergehältern, ... <br /> Damit wäre man ganz schnell die Politikverdrossenheit los, aber eventuell würde das Populismus Vorschub leisten.
Dominik Berghofer am 18.03.2015
Ich war anfangs auch dieser Meinung aber ich bin wieder davon abgekommen. Ich würde es so regeln, dass man die Parteienförderung an die höhe der Wahlbeteiligung knüpft. Das wäre ein Ansporn für alle Parteien die Wähler_innen dazu zu bewegen auch tatsächlich wählen zu gehen.