am 02.01.2017
Österreich
Frage von Marcus tesa
Es ist doch so wenn mann eine Wohnung sucht sagen wir unter 400 euro meist ehhh nix zu finden, dann drei Mieten Kaution, ok das muss sein dann zwei Mieten für Makler dann der Umzug dazu. Wenn einer jetzt nur Mindestsicherrung bekommt, das Amt meint die Miete ist zu hoch mann muss was neues suchen, das geht gar nicht,
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Keine offiziellen Parteistellungsnahmen vorhanden

Die Grünen - Die Grüne Alternative

 Bundespartei am 03.01.2017
Sehr geehrter Herr Tesa, wer einen Mietvertrag abschließt, musst im Regelfall für die Maklerprovision, die Kaution, die Ablöse und die Vergebührung aufkommen. Wir stimmen Ihnen zu, dass es sich hierbei um sehr hohe finanzielle Hürden beim Zugang zu Wohnraum handelt. Wir Grüne unterstützen vollinhaltlich die Einführung des Bestellerprinzips bei Maklergebühren, das heißt aus grüner Sicht sollen MaklerInnen zukünftig ausschließlich von dem/der AuftraggeberIn bezahlt werden. Das ist zumeist der/die VermieterIn. Gerne mache ich Sie auch auf einen parlamentarischen Entschließungsantrag unseres Jugendsprechers Julian Schmid und Justizsprechers Albert Steinhauser betreffend Maklerprovision aufmerksam: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/A/A_01062/imfname_401853.pdf Mit freundlichen Grüßen Ihr Dialogbüro der Grünen
Andreas Höferl am 09.01.2017
Sehr geehrter Herr Tesa, das ist tatsächlich ein Riesenproblem, das nur auf Bundesebene gelöst werden kann. Aus Sicht der SPÖ sind zwei zentrale Maßnahmen dringend erforderlich: 1. Die Maklergebühren sollen in Hinkunft ausschließlich von den VermieterInnen bezahlt werden. Damit steigt das Interesse der VermieterInnen an längerfristigen Vermietungen und auch die Maklergebühren würden rasch sinken, da die Makler dann um Vermietungsaufträge buhlen müssten. 2. Die Einführung eines Universalmietrechts, das auch für nach 1945 errichtete Wohnungen gilt und das transparent und schlüssig die zulässigen Mietpreise definiert und damit auch begrenzt. Wir fordern auch spürbare Abschläge bei befristeten Vermietungen (z.B. 25% bis 7 Jahre) sowie Mietdauer-Verlängerungsoptionen für die MieterInnen. Auch mit diesen Maßnahmen würde die Preistreiberei durch kurzfristige Vermietungen stark eingeschränkt werden. Leider vertritt die ÖVP in der Bundesregierung ausschließlich die Interessen der Wohnungseigentümer und Makler und blockiert seit vielen Jahren eine Reform im Sinne der MieterInnen. Die ÖVP wollte die sogar das Richtwertsystem für Wohnungen in Gründerzeitvierteln (erbaut vor 1945) aufheben. Wenigstens diese Torpedierung des Mietrechts wurde im November vom Verfassungsgerichtshof verhindert. Aber ersuchen Sie doch die ÖVP-Mitglieder im Nationalrat um eine Stellungnahme zu dieser Problematik. Mit besten Grüßen Dr. Andreas Höferl
NEOS – Das Neue Österreich und Liberales Forum
Nikolaus Scherak am 11.01.2017
Sehr geehrter Herr Tesa, danke für Ihren wichtigen Hinweis in der Sache. Wir NEOS fordern, dass die Provision des Immobilienmarklers vom Auftraggeber getragen werden soll. Darüber fordern wir die Abschaffung der Vergebührung von Mietverträgen. Viele Grüße Niki Scherak