am 14.01.2017
EU
Frage von Tesla_rotiertimGrab
Ich bin ein fröhlicher, junger Mann der mal eben so salopp ein Unternehmen gründen wollte. Pusteküchlein! Den Preis den Sie für ihre harte Arbeit kassieren dürfen Sie gleichmal zum größten Teil abgeben. Eine schöne, saftige Torte, haben Sie da, schneiden Sie sich ein Stückchen runter (achten Sie darauf, dass selbst bei festem Teig die Sonne durchscheint wenn Sie das Stückchen gegen die Sonne halten) und der Rest wandert an das Finanzamt und an andere Institutionen die gerne die Hand aufhalten ohne einen Finger für Ihren Erfolg getan zu haben. Nun stand ich vor der Wahl. Arbeiten und von transparentem Tortenstückchen zu transparentem Tortenstückchen leben, ODER ich sage auf WIEDERSEHEN Österreich! Ich gründe einfach die mittlerweile ohnehin häufigste Gesellschaftsformen und zwar offshore! Schäme ich mich? NEIN! Ich fühle mich toll! Mit freundlichstem Gruß und allerfeinsten, nachträglichen Neujahrswünschen Thomas
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Keine offiziellen Parteistellungsnahmen vorhanden

NEOS – Das Neue Österreich und Liberales Forum
Gerald Loacker am 15.01.2017
Sie haben recht: Der Staat kassiert viel zu viel. Und alles, was derzeit von den Regierungsparteien vorgeschlagen wird, wird uns noch mehr Geld kosten und noch höhere Steuern verlangen. Obwohl der Staat Rekordeinnahmen verbucht, stehen wir gleichzeitig vor einem rekordhohen Schuldenberg - und das bei Niedrigstzinsen. Diskutieren wir einen Kurs der Ausgabenkürzung? Nein. Wir diskutieren, die Steuer auf Diesel so zu erhöhen, dass Diesel gleichviel wie Benzin kostet. In die andere Richtung diskutieren wir nicht. Der Kanzler will gratis Tablets für die Kinder und gratis Laptops für die Schüler ab 15. Für die Steuerzahler wird das nicht gratis sein. Die "Beschäftigungsgarantie" soll angeblich eine Milliarde EUR kosten. Woher das Geld kommen soll, bleibt ungeklärt. Dass die Kammern immer fetter werden und milliardenschwere Rücklagen aufbauen, ohne bessere Leistungen zu liefern stört niemanden. Hier könnte man die Abgabenlast reduzieren, ohne auf Leistungen zu verzichten. Die Wohnbauförderungsbeiträge werden von den Bundesländern verprasst, anstatt sie in Wohnbau zu investieren. Auch hier könnten wir die Abgabenlast senken, ohne etwas fehlen zu lassen. Die Unfallversicherung sitzt auf hunderten Millionen EUR, während die Arbeitsunfälle zum Glück jährlich weniger werden. Wir leisten uns 34 Krankenversicherungsträger und 4 Pensionsversicherungsträger. Alle - mit Ausnahme von 16 Krankenversicherungsträgern - haben zwar eine gemeinsame IT-Gesellschaft. Dennoch kann eine Krankenversicherung nicht sagen, ob ihr Versicherter gleichzeitig bei einem anderen Träger versichert ist. Geld wird an allen Ecken und Enden sinnlos verlocht. Geld der Steuer- und Beitragszahler. Diese lassen es sich leider immer noch gefallen und wählen ein ums andere Mal ihre Ausbeuter wieder.
Tesla_rotiertimGrab am 15.01.2017
Danke für Ihre Antwort. Den Kampf den Sie da kämpfen ist ein sehr löblicher, auch wenn ich die wahren Hintergründe, wenn es denn andere als die offensichtlichen geben sollte, nicht kenne. Jedoch findet dieser Kampf auf verlorenem Posten statt. Es herrscht stets der Kampf zwischen Stillstand und Veränderung. Sie, und alle andere die sich eine bessere Zukunft wünschen, wünschen sich die Veränderung und arbeiten dafür auch hart. Diejenigen die von dem jetzigen System profitieren wünschen sich den Stillstand da diese ja zufrieden sind. Da das Volk immer unzufriedener wird - u.A. wegen Ihren oben benannten Gründen, aber auch wegen zahlreichen anderen Gründen über die ich mir viele Gedanken gemacht habe - wird es anfangen vermehrt in eine andere Wahlrichtung zu schwappen und dies wird mehrheitlich nicht Ihre Partei sein, sondern leider eine andere (siehe aktuelle Wahlergebnisse). Es gibt einen Weg und ich kenne ihn, aber er wird von Niemandem beschritten und die einzige Lösung die ich für mich finden kann ist es dieses Land zu verlassen und mein eigenes Leben in Ruhe und Zufriedenheit zu leben während mein Heimatland vor die Hunde geht.
Die Grünen - Die Grüne Alternative

 Bundespartei am 27.01.2017
Wir können Ihren Ärger nachvollziehen. Egal ob Selbständige, ArbeiterIn oder Angestellte, jeder Mensch soll von seiner Arbeit auch leben können! Wir können es uns nicht länger leisten für bürokratische Systeme, die noch aus der Monarchie stammen, Steuergelder zu verschwenden. Die Zukunft liegt in einem modernen, einheitlichen Sozialstaat für alle mit fairen Beiträgen und einfachen Strukturen. Konkret fordern wir: + Reformen in der Sozialversicherung Abgesehen von der längst notwendigen Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger sind eine Reihe von Reformen notwendig, vor allem die Absenkung der Mindestbeitragsgrundlagen der SVA auf ASVG-Niveau (=Geringfügigkeitsgrenze) muss rasch vorangetrieben werden + Krankheit darf nicht zur Kostenfalle werden Wir fordern die Abschaffung des 20-prozentigen Selbstbehaltes bei Arztbesuchen und ein Krankengeld auch für EPU und Kleinstunternehmen ab dem 4. Tag der Krankheit + Schutz gegen Armut und mehr Kulanzregelungen in der SVA Keine Pfändung unter das Existenzminimum und starke Reduktion der Verzugszinsen (derzeit 8,38 Prozent). Die Anzahl der Exekutionen, Konkursanträge und hohen Verzugszahlungen an die SVA wird dadurch drastisch reduziert. Flexiblere Zahlungsfristen bei den SV-Beiträgen vermeiden Liquiditätsengpässe bei schwankendem Geschäftsverlauf. + Innovative Finanzierungsmaßnahmen für innovative Ideen Unbürokratischen Zugang zu Kleinstkrediten und Risikokapital für EPU, Start-Ups, JungunternehmerInnen und Kleinstunternehmen Gesetzliche Rahmenbedingungen und transparente Strukturen, damit innovative Projektideen von UnternehmerInnen einfach, kostengünstig und rechtssicher – zB im Rahmen von Crowdfunding – realisiert werden können. Das Alternativfinanzierungsgesetz – eine langjährige Forderung der Grünen -, das 2015 endlich umgesetzt wurde, ist dabei ein erster Schritt in die richtige Richtung. + Entrümpelung und Modernisierung der Gewerbeordnung Abgesehen von Ausnahmebereichen, in denen die Ausbildung im Sinne der Qualität und Sicherheit im öffentlichen Interesse ist, wird die Gewerbeordnung liberalisiert. Ein weitgehend freier Berufszugang ersetzt unnötige Reglementierungen. Darüber hinaus sind Mehrfachmitgliedschaften bei der WKO zu reduzieren und die Kammerbeiträge zu deckeln. Auch Steuergerechtigkeit muss hergestellt werden. In diesem Zusammenhang möchten wir auf die grüne aufkommensneutrale ökologisch-soziale Steuerreform hinweisen, mit der die Struktur des Steuer- und Abgabensystems umgestellt wird. Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen wird belohnt; der Faktor Arbeit wird steuerlich entlastet. Die Wirtschaft profitiert von einer Senkung der Lohnsummenabgaben. Näheres können Sie hier nachlesen: https://www.gruene.at/themen/finanzen/steuerreform-braucht-oekostempel Wir hoffen, wir konnten Ihnen zeigen, dass wir Grüne über gute Konzepte verfügen und verbleiben mit freundlichen Grüßen vom Team des Dialogbüros