am 19.09.2016
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Keine offiziellen Parteistellungsnahmen vorhanden

Die Reformkonservativen - REKOS
Ewald Stadler am 20.09.2016
Nein, es gibt leider keinerlei Initiativen zur Änderung des Abtreibungsrechtes im Sinne der Verstärkung des Lebensschutzes. Mag. Johann Ewald Stadler
Josef am 21.09.2016
Auf http://jugendfuerdasleben.at/demo-vor-parlament-am-weltdownsyndromtag/ ist zu lesen: Österreich wurde für diese massive gesetzliche Diskriminierung von Behinderten 2013 auch schon von der UN-Staatenprüfung in Genf gerügt, da die eugenische Indikation der UN-Behindertenrechtskonvention widerspricht. Die ÖVP, FPÖ, Vertreter der Grünen sowie Behindertenanwalt Erwin Buchinger – ehemals SPÖ-Sozialminister sind offen für Diskussionen über eine Gesetzesänderung, nur die dafür zuständige SPÖ-Gesundheitsministerin Oberhauser hat bisher jede Diskussion darüber abgeblockt. Wenn Vertreter von drei bis vier im Parlament vertretenen Parteien "für Diskussionen offen" sind, und die UN-Kritik nun auch schon drei Jahre zurückliegt, könnte sich in der Zwischenzeit ja etwas getan haben. Aber "Offenheit" für eine Diskussion heißt wohl nicht, dass man auch etwas tut. Sonst wäre ja schon etwas geschehen.
Die Grünen - Die Grüne Alternative

 Bundespartei am 18.10.2016
Lieber Josef, danke für Ihre Frage. Die UN-Behindertenrechtskonvention hat Österreich im Rahmen einer Staatenprüfung empfohlen, jegliche Unterscheidungen bezüglich des Zeitrahmens eines legalen Schwangerschaftsabbruchs, der ausschließlich mit der Behinderung eines Fötus begründet wird, abzuschaffen. Derzeit gibt es keine politische Diskussion dazu, wohl auch deshalb, weil die aktuelle Regelung eigentlich zur Zufriedenheit von Betroffenen und ÄrztInnenschaft wirkt. Spätabbrüche nach der 24. Woche sind in Österreich außerdem sehr, sehr selten und werden medizinisch-ethisch sehr gut von den dafür spezialisierten Abteilungen begleitet. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dialogbüro der Grünen
Josef am 25.10.2016
Was heißt: "medizinisch-ethisch sehr gut begleitet"? Solange ein Mensch, nämlich das ungeborene Kind, dabei umkommt, kann da nichts ethisch "sehr gut" sein. Die einzig ethische gute Begleitung kann doch nur sein, wenn das Leben des Kindes gerettet wird. Zu den Betroffenen gehören auch die getöten Kinder. Ob die derzeitige Regelung zu deren Zufriedenheit wirkt? Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person. (Artikel 3 der Allgemeinen Deklaration der Menschenrechte)